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„Erzählen Sie mir von Bernhard. Wo wohnt er? Wie ist er?“ (Samuel Beckett) Vor zwei Jahren erzählte mir Alfred Pittertschatscher von der Odyssee Sepp Dreissingers und dessen „großen“ Buchprojekt. Schon wenige Wochen später begegnete ich Sepp Dreissinger im Café Eiles in Wien, und er berichtete mir von seinen Abenteuern und Aufregungen mit Verlagen. Vor allem konnte er nicht verstehen, daß weder die deutschen noch die österreichischen Verlage sein Anliegen, dem Schriftsteller Thomas Bernhard ein gültiges Portrait zu widmen, realisieren wollten. Und um ehrlich zu sein: Ich war betroffen. Denn eigentlich, so glaubte ich, ist man doch als Verleger irgendwie auch stolz, so ein Buchprojekt von der Idee zum Buch bringen zu können. Als Vor /bild/ buch arbeiteten wir uns mit „Hauptdarsteller/Selbstdarsteller“ sozusagen zusammen. Dieses Buch wurde schließlich mit dem Österreichischen Staatspreis und dem Würdigungspreis ausgezeichnet. Ja, und nach den ungeheuren Schwierigkeiten, aber auch angenehmen Überraschungen beim Zusammentragen der Fotos, der Texte, der Zitate, Bildlegenden … hoffe ich, ist uns nun schließlich dieses Portrait Thomas Bernhards gelungen. (Richard Pils, Verleger) Sepp Dreissinger hat Bernhard bereits fotografiert, als dieser für andere noch weit weniger interessant war. In Salzburg, es ist lange her: Dreissinger, Student des Mozarteums, entschlossen, Musiker zu werden. Bernhard, ehemaliger Student des Mozarteums, Dichter. Man sei doch über die Jahre verstreute Momente zusammengeblieben, sagt Sepp Dreissinger, und einander auch mehr geworden als Bildermacher und Bild. (Ernst Molden in „Die Presse“; 1991) „Es ist mir ein großes Vergnügen, Sie auf der Sommerakademie kennengelernt zu haben, und mir gefiel Ihr Portraitbuch sehr.“ Postkarten ähnlichen Inhalts bekommt Sepp Dreissinger häufig, aber diese speziell hört er in Ehren. Denn sie schließt mit den Worten: „All the best, sincerley yours, Henri Cartier-Bresson.“ Cartier-Bresson, einer der großen Alten der Fotografie, verkörpert für Dreissinger das, was auch er in seiner Arbeit erreichen will: die Konzentration auf den Augenblick; das uneitle Zurücktreten des Subjekts (Fotograf) hinter dem fotografierten Objekt; die Achtung vor dem Dargestellten (aber kein Kniefall). (Michael Freund in „Der Standard“; 1991) „Ich wünsche Ihrem Projekt viel Erfolg: Vor allem, was die von Ihnen gemachten Photos betrifft, haben Sie einen unverwechselbaren Thomas Bernhard für die Nachwelt festgehalten.“ (Herzlichst, Dr. Peter Fabjan, 21.11.1990)
„Erzählen Sie mir von Bernhard. Wo wohnt er? Wie ist er?“ (Samuel Beckett) Vor zwei Jahren erzählte mir Alfred Pittertschatscher von der Odyssee Sepp Dreissingers und dessen „großen“ Buchprojekt. Schon wenige Wochen später begegnete ich Sepp Dreissinger im Café Eiles in Wien, und er berichtete mir von seinen Abenteuern und Aufregungen mit Verlagen. Vor allem konnte er nicht verstehen, daß weder die deutschen noch die österreichischen Verlage sein Anliegen, dem Schriftsteller Thomas Bernhard ein gültiges Portrait zu widmen, realisieren wollten. Und um ehrlich zu sein: Ich war betroffen. Denn eigentlich, so glaubte ich, ist man doch als Verleger irgendwie auch stolz, so ein Buchprojekt von der Idee zum Buch bringen zu können. Als Vor /bild/ buch arbeiteten wir uns mit „Hauptdarsteller/Selbstdarsteller“ sozusagen zusammen. Dieses Buch wurde schließlich mit dem Österreichischen Staatspreis und dem Würdigungspreis ausgezeichnet. Ja, und nach den ungeheuren Schwierigkeiten, aber auch angenehmen Überraschungen beim Zusammentragen der Fotos, der Texte, der Zitate, Bildlegenden … hoffe ich, ist uns nun schließlich dieses Portrait Thomas Bernhards gelungen. (Richard Pils, Verleger) Sepp Dreissinger hat Bernhard bereits fotografiert, als dieser für andere noch weit weniger interessant war. In Salzburg, es ist lange her: Dreissinger, Student des Mozarteums, entschlossen, Musiker zu werden. Bernhard, ehemaliger Student des Mozarteums, Dichter. Man sei doch über die Jahre verstreute Momente zusammengeblieben, sagt Sepp Dreissinger, und einander auch mehr geworden als Bildermacher und Bild. (Ernst Molden in „Die Presse“; 1991) „Es ist mir ein großes Vergnügen, Sie auf der Sommerakademie kennengelernt zu haben, und mir gefiel Ihr Portraitbuch sehr.“ Postkarten ähnlichen Inhalts bekommt Sepp Dreissinger häufig, aber diese speziell hört er in Ehren. Denn sie schließt mit den Worten: „All the best, sincerley yours, Henri Cartier-Bresson.“ Cartier-Bresson, einer der großen Alten der Fotografie, verkörpert für Dreissinger das, was auch er in seiner Arbeit erreichen will: die Konzentration auf den Augenblick; das uneitle Zurücktreten des Subjekts (Fotograf) hinter dem fotografierten Objekt; die Achtung vor dem Dargestellten (aber kein Kniefall). (Michael Freund in „Der Standard“; 1991) „Ich wünsche Ihrem Projekt viel Erfolg: Vor allem, was die von Ihnen gemachten Photos betrifft, haben Sie einen unverwechselbaren Thomas Bernhard für die Nachwelt festgehalten.“ (Herzlichst, Dr. Peter Fabjan, 21.11.1990)
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