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Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Musik - Sonstiges, Technische Universität Dortmund (Institut für Musik und Musikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Sein 8. Streichquartett schrieb Dimitri Schostakowitsch mit 54 Jahren unter den Eindrücken des zerstörten Dresden. Der Komponist befand sich zu dieser Zeit mental in einer schwierigen Lage, hatte er doch erst vor wenigen Monaten die Diagnose einer unheilbaren Erkrankung bekommen und begann sich zunehmend mit seinem Tod auseinanderzusetzen. Auch wenn es als sein ¿letztes¿ Werk konzipiert wurde, blieb es es jedoch nicht. Es folgten in seinen letzten 15 Lebensjahren unter anderem drei Sinfonien, sieben Streichquartette, Sonaten, Konzerte und diverse Bearbeitungen. Sein tatsächlich letztes vollendetes Werk ist die Sonate für Bratsche und Klavier, op. 147, die er schwerkrank, einen Monat vor seinem Tod, beendete. Diese beiden Werke sind es, in denen Schostakowitsch sich intensiv mit seinem eigenen Tod auseinandersetzt, ob nun aus einer gefühlten psychischen oder im Falle der Bratschensonate physischen Notwendigkeit heraus. Dass er sich sah als einen Komponisten für die von Staat und Politik Unterdrückten und Getöteten, denen er mit seiner Musik Denkmäler setze, zeigt, dass der Tod für ihn generell eine große Rolle in seinem Schaffen gespielt hat. Doch mit seiner eigenen Sterblichkeit setzte er sich öffentlich und musikalisch schließlich das erste Mal mit 54 Jahren auseinander. In dieser Arbeit wird untersucht, inwiefern sich die musikalische Sprache dieser beiden ¿letzten¿ Stücke ¿ des 8. Streichquartetts und der Bratschensonate ¿ ähnelt und in welchen Punkten sie sich unterscheidet, sprich: wie Schostakowitsch sich das erste und das letzte Mal in seinem Leben musikalisch mit seinem Tod auseinandergesetzt hat, ob sich seine Einstellung dazu und inwiefern sich die Art und Weise der musikalischen Verarbeitung verändert haben. Als Grundlage für die musikalische Interpretation wird sein als Spätwerk definiertes Schaffen herangezogen. Ein Bezugspunkt hierbei wird neben der Abschieds- und Todesthematik auch der Erinnerungsgedanke sein, der sich in einer Menge von musikalischen Zitaten ¿ nicht nur eigenen, sondern auch solchen anderer Komponisten ¿ äußert. Die Hintergründe der jeweiligen Entstehung der Werke werden zu Beginn der Analysen noch einmal detaillierter beleuchtet und als Hilfe für die anschließende Interpretation herangezogen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Musik - Sonstiges, Technische Universität Dortmund (Institut für Musik und Musikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Sein 8. Streichquartett schrieb Dimitri Schostakowitsch mit 54 Jahren unter den Eindrücken des zerstörten Dresden. Der Komponist befand sich zu dieser Zeit mental in einer schwierigen Lage, hatte er doch erst vor wenigen Monaten die Diagnose einer unheilbaren Erkrankung bekommen und begann sich zunehmend mit seinem Tod auseinanderzusetzen. Auch wenn es als sein ¿letztes¿ Werk konzipiert wurde, blieb es es jedoch nicht. Es folgten in seinen letzten 15 Lebensjahren unter anderem drei Sinfonien, sieben Streichquartette, Sonaten, Konzerte und diverse Bearbeitungen. Sein tatsächlich letztes vollendetes Werk ist die Sonate für Bratsche und Klavier, op. 147, die er schwerkrank, einen Monat vor seinem Tod, beendete. Diese beiden Werke sind es, in denen Schostakowitsch sich intensiv mit seinem eigenen Tod auseinandersetzt, ob nun aus einer gefühlten psychischen oder im Falle der Bratschensonate physischen Notwendigkeit heraus. Dass er sich sah als einen Komponisten für die von Staat und Politik Unterdrückten und Getöteten, denen er mit seiner Musik Denkmäler setze, zeigt, dass der Tod für ihn generell eine große Rolle in seinem Schaffen gespielt hat. Doch mit seiner eigenen Sterblichkeit setzte er sich öffentlich und musikalisch schließlich das erste Mal mit 54 Jahren auseinander. In dieser Arbeit wird untersucht, inwiefern sich die musikalische Sprache dieser beiden ¿letzten¿ Stücke ¿ des 8. Streichquartetts und der Bratschensonate ¿ ähnelt und in welchen Punkten sie sich unterscheidet, sprich: wie Schostakowitsch sich das erste und das letzte Mal in seinem Leben musikalisch mit seinem Tod auseinandergesetzt hat, ob sich seine Einstellung dazu und inwiefern sich die Art und Weise der musikalischen Verarbeitung verändert haben. Als Grundlage für die musikalische Interpretation wird sein als Spätwerk definiertes Schaffen herangezogen. Ein Bezugspunkt hierbei wird neben der Abschieds- und Todesthematik auch der Erinnerungsgedanke sein, der sich in einer Menge von musikalischen Zitaten ¿ nicht nur eigenen, sondern auch solchen anderer Komponisten ¿ äußert. Die Hintergründe der jeweiligen Entstehung der Werke werden zu Beginn der Analysen noch einmal detaillierter beleuchtet und als Hilfe für die anschließende Interpretation herangezogen.
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