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Das Ringen um die Macht zwischen Adel und Krone im Königreich Jerusalem. Die feudaljuristische Auslegung der ""Assise sur la ligece""

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Produktbeschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Asien, Note: 1,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Historisches Seminar - Mittelalterliche Geschichte), Veranstaltung: Reise nach Jerusalem ¿ Der erste Kreuzzug in sozial- und kultur-geschichtlicher Perspektive, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle des Herrschers und der Adelsklasse im Ringen um die Herrschaft sowie der ""Assise sur la ligece"" als Gesetz über die Lehenstreue. Nach der Eroberung des heiligen Landes und dem Beginn der dauerhaften Besiedelung des Gebiets durch die Kreuzfahrer wurde das aus Europa bekannte Lehnswesen nach Outre-Mer übertragen und als Verwaltungsebene der Eroberer über die örtliche Administration gestülpt. In Europa eher unbedeutende Adelsfamilien hatten in Outre-Mer die Möglichkeit, sich zu etablieren, da sich durch die Kreuzzüge und die Eroberung eines fremden Landes neue Möglichkeiten der gesellschaftlichen Einflussnahme boten. Die Beziehung zwischen Adel und Herrscher war in der ersten ""Kolonie Europas"" während der gesamten Existenz der Kreuzfahrerstaaten von einem ständigen Ringen um die Macht geprägt. Aus heutiger Sicht kann der Konflikt anhand der damaligen Rechtsprechung und den erhaltenen juristischen Abhandlungen nachvollzogen werden, die in den sogenannten Assises geregelt wurde. Die Gesetze und deren Interpretationen durch die zeitgenössischen Feudaljuristen sind in den ""Assises de la Haute Cour de Jerusalem"" zusammengefasst. Ein Gesetz aus dieser umfangreichen Kodifikation Outre-Mers, welches unsere besondere Beachtung verdient, ist die Assise sur la ligece, das Gesetz der Lehensloyalität. Das genaue Entstehungsjahr ist unbekannt, aber sehr wahrscheinlich ist es um 1170 entstanden, unter der Herrschaft Amalrichs I. Das bemerkenswerte an dieser Assise ist, dass auch die Aftervasallen durch eine Huldigung an den König gebunden werden, was ein wesentlicher Unterschied zum üblichen Lehnssystem ist, indem der Vasall immer nur an den nächsthöheren Lehnsherrn gebunden ist. Welche Konsequenzen dies in realiter nach sich zog, wird noch zu erörtern sein. Durch die besondere Entstehungsgeschichte der Assise sur la ligece wird das homagium mit dem Verbot des willkürlichen Lehnsentzugs durch den Lehnsherrn verbunden. Ohne Gerichtsbeschluss darf ein Lehnsherr demnach kein Lehen mehr entziehen. In allen heute noch bekannten historischen Fällen wurde die Assise sur la ligece gegen den König eingesetzt, wenn dieser versuchte, einem seiner Vasallen sein Lehen zu entziehen. Diese Art des Einsatzes der Assise ebenso wie die Legitimation der Feudaljuristen ermöglichen uns einen Blick auf das Selbstbild des Adels und seine Position in Outre-Mer.

Das Ringen um die Macht zwischen Adel und Krone im Königreich Jerusalem. Die feudaljuristische Auslegung der ""Assise sur la ligece""

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Asien, Note: 1,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Historisches Seminar - Mittelalterliche Geschichte), Veranstaltung: Reise nach Jerusalem ¿ Der erste Kreuzzug in sozial- und kultur-geschichtlicher Perspektive, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle des Herrschers und der Adelsklasse im Ringen um die Herrschaft sowie der ""Assise sur la ligece"" als Gesetz über die Lehenstreue. Nach der Eroberung des heiligen Landes und dem Beginn der dauerhaften Besiedelung des Gebiets durch die Kreuzfahrer wurde das aus Europa bekannte Lehnswesen nach Outre-Mer übertragen und als Verwaltungsebene der Eroberer über die örtliche Administration gestülpt. In Europa eher unbedeutende Adelsfamilien hatten in Outre-Mer die Möglichkeit, sich zu etablieren, da sich durch die Kreuzzüge und die Eroberung eines fremden Landes neue Möglichkeiten der gesellschaftlichen Einflussnahme boten. Die Beziehung zwischen Adel und Herrscher war in der ersten ""Kolonie Europas"" während der gesamten Existenz der Kreuzfahrerstaaten von einem ständigen Ringen um die Macht geprägt. Aus heutiger Sicht kann der Konflikt anhand der damaligen Rechtsprechung und den erhaltenen juristischen Abhandlungen nachvollzogen werden, die in den sogenannten Assises geregelt wurde. Die Gesetze und deren Interpretationen durch die zeitgenössischen Feudaljuristen sind in den ""Assises de la Haute Cour de Jerusalem"" zusammengefasst. Ein Gesetz aus dieser umfangreichen Kodifikation Outre-Mers, welches unsere besondere Beachtung verdient, ist die Assise sur la ligece, das Gesetz der Lehensloyalität. Das genaue Entstehungsjahr ist unbekannt, aber sehr wahrscheinlich ist es um 1170 entstanden, unter der Herrschaft Amalrichs I. Das bemerkenswerte an dieser Assise ist, dass auch die Aftervasallen durch eine Huldigung an den König gebunden werden, was ein wesentlicher Unterschied zum üblichen Lehnssystem ist, indem der Vasall immer nur an den nächsthöheren Lehnsherrn gebunden ist. Welche Konsequenzen dies in realiter nach sich zog, wird noch zu erörtern sein. Durch die besondere Entstehungsgeschichte der Assise sur la ligece wird das homagium mit dem Verbot des willkürlichen Lehnsentzugs durch den Lehnsherrn verbunden. Ohne Gerichtsbeschluss darf ein Lehnsherr demnach kein Lehen mehr entziehen. In allen heute noch bekannten historischen Fällen wurde die Assise sur la ligece gegen den König eingesetzt, wenn dieser versuchte, einem seiner Vasallen sein Lehen zu entziehen. Diese Art des Einsatzes der Assise ebenso wie die Legitimation der Feudaljuristen ermöglichen uns einen Blick auf das Selbstbild des Adels und seine Position in Outre-Mer.

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