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Fachbuch aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 1,0, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Ausarbeitung behandelt das programmatische Werk von Roland Barthes: ""Der Tod des Autors"". Die These lautet: Roland Barthes¿ ""Der Tod des Autors"" lässt sich anhand einer Kontextualisierung mit Julia Kristevas Intertextualitätstheorie tiefergehend erschließen. Der polarisierende Text mit beinahe polemischer Wirkung wurde erstmals in dem experimentellen, nordamerikanischen Magazin ""Aspen"" im Jahre 1967 veröffentlicht. 1968 folgte die Veröffentlichung in dem französischen Magazin ""Manteia"". Bemerkenswert an der Rezeption von Barthes' essayistischer Dekonstruktion der Autorperson ist, dass sie eine beeindruckende Sprengkraft besaß, welche bis heute akademische Diskurse beschäftigt. Die Sprengkraft von Barthes¿ Arbeit erklärt sich vor allem aufgrund des zeitlichen Kontextes. So war das schulische wie akademische Umfeld stark von der literaturwissenschaftlichen Tradition der explication du texte geprägt. Diese Tradition konstituierte, dass es das höchste Ziel literaturwissenschaftlicher Tätigkeit sei, Korrespondenzen zwischen der semantischen sowie formalen Gestalt literarischer Werke und der Autorbiographie zu konstruieren. Somit würde sowohl die komplette Gestalt, Inhalt, Semantik allein auf den Autor zurückgehen, er besäße sogar die alleinige Deutungshoheit über das literarische Werk. Dieser Umstand wird in dem auf Barthes¿ Essay folgenden Diskurs oftmals als ""tyranny of the author"" bezeichnet. Barthes hingegen fasste diese Herangehensweise als höchst einschränkend für die literaturwissenschaftliche Tätigkeit auf und proklamierte eine immense Bedeutung des Rezipienten für die Semantik eines literarischen Werkes. Am Ende des Essays postuliert er: ""Die Geburt des Lesers ist zu bezahlen mit dem Tod des Autors."" Hiermit reiht sich Barthes in die Tradition der poststrukturalistischen Literaturwissenschaft ein. Wie Barthes argumentativ zu dieser Konklusion gelangt, soll in der nun folgenden Diskussion erläutert werden. Jedoch gestaltet sich dieses Unterfangen aufgrund von Barthes¿ stark essayistischem Vorgehen als komplex. Carlos Spoerhase begegnet dieser Problematik mithilfe einer Kontextualisierung von ""Der Tod des Autors"" mit Focaults Literaturtheorie. Ein ähnliches Vorgehen wird in dieser Arbeit umgesetzt, jedoch wird als Vergleichsmaterial die poststrukturalistische Intertextualitätstheorie herangezogen. Allen voran wird dabei auf Manfred Pfisters Auseinandersetzung mit Julia Kristeva zurückgegriffen.
Fachbuch aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 1,0, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Ausarbeitung behandelt das programmatische Werk von Roland Barthes: ""Der Tod des Autors"". Die These lautet: Roland Barthes¿ ""Der Tod des Autors"" lässt sich anhand einer Kontextualisierung mit Julia Kristevas Intertextualitätstheorie tiefergehend erschließen. Der polarisierende Text mit beinahe polemischer Wirkung wurde erstmals in dem experimentellen, nordamerikanischen Magazin ""Aspen"" im Jahre 1967 veröffentlicht. 1968 folgte die Veröffentlichung in dem französischen Magazin ""Manteia"". Bemerkenswert an der Rezeption von Barthes' essayistischer Dekonstruktion der Autorperson ist, dass sie eine beeindruckende Sprengkraft besaß, welche bis heute akademische Diskurse beschäftigt. Die Sprengkraft von Barthes¿ Arbeit erklärt sich vor allem aufgrund des zeitlichen Kontextes. So war das schulische wie akademische Umfeld stark von der literaturwissenschaftlichen Tradition der explication du texte geprägt. Diese Tradition konstituierte, dass es das höchste Ziel literaturwissenschaftlicher Tätigkeit sei, Korrespondenzen zwischen der semantischen sowie formalen Gestalt literarischer Werke und der Autorbiographie zu konstruieren. Somit würde sowohl die komplette Gestalt, Inhalt, Semantik allein auf den Autor zurückgehen, er besäße sogar die alleinige Deutungshoheit über das literarische Werk. Dieser Umstand wird in dem auf Barthes¿ Essay folgenden Diskurs oftmals als ""tyranny of the author"" bezeichnet. Barthes hingegen fasste diese Herangehensweise als höchst einschränkend für die literaturwissenschaftliche Tätigkeit auf und proklamierte eine immense Bedeutung des Rezipienten für die Semantik eines literarischen Werkes. Am Ende des Essays postuliert er: ""Die Geburt des Lesers ist zu bezahlen mit dem Tod des Autors."" Hiermit reiht sich Barthes in die Tradition der poststrukturalistischen Literaturwissenschaft ein. Wie Barthes argumentativ zu dieser Konklusion gelangt, soll in der nun folgenden Diskussion erläutert werden. Jedoch gestaltet sich dieses Unterfangen aufgrund von Barthes¿ stark essayistischem Vorgehen als komplex. Carlos Spoerhase begegnet dieser Problematik mithilfe einer Kontextualisierung von ""Der Tod des Autors"" mit Focaults Literaturtheorie. Ein ähnliches Vorgehen wird in dieser Arbeit umgesetzt, jedoch wird als Vergleichsmaterial die poststrukturalistische Intertextualitätstheorie herangezogen. Allen voran wird dabei auf Manfred Pfisters Auseinandersetzung mit Julia Kristeva zurückgegriffen.
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